Die Stilberatung
Finde heraus,
was dir steht
Vier kurze Kapitel, von deiner Figur bis zu deinem Alltag. Und ein Versprechen: betonen statt kaschieren.
Jeder Körper hat eine natürliche Linie, jede Frau ihre Farben und ein Leben, in dem beides funktionieren muss. Die Stilberatung führt dich Schritt für Schritt zu deinem persönlichen Stilpass: deine Silhouette, deine Farbwelt, dein Stilprofil. Ehrlich recherchiert, ohne Problemzonen-Vokabular und ohne Regelzwang.
Schön, dass du wieder da bist.
Von klassisch bis ausdrucksstark: Stil hat viele Gesichter
Eine Abkürzung, kein Schubladensystem
Wer schon einmal eine Umkleidekabine mit fünf Teilen betreten und mit keinem verlassen hat, kennt das Gefühl: Am Kleiderständer sah alles vielversprechend aus, am Körper stimmt plötzlich nichts. Das liegt in den seltensten Fällen am Körper. Fast immer liegt es am Schnitt. Kleidung wird für Durchschnittsproportionen konstruiert, die kaum jemand exakt hat.
Genau hier hilft der Figurtyp: Er beschreibt, wie Schulter, Taille und Hüfte bei dir zueinander stehen. Daraus ergibt sich, welche Schnitte deiner Linie von selbst folgen und welche gegen sie arbeiten. Wer seinen Typ kennt, sortiert am Ständer in Sekunden aus und bestellt online treffsicherer. Und schickt entsprechend weniger zurück. Verstecken musst du dabei gar nichts. Du landest einfach mit weniger Fehlkäufen bei den Teilen, die sich vom ersten Tag an richtig anfühlen.
Eines noch, bevor es losgeht: Kein Typ ist besser als ein anderer, keiner ist ein Urteil. Alle fünf sind gleichwertige Ausgangspunkte. Alles, was danach kommt, ist ein Angebot, keine Vorschrift.

Besser einkaufen statt mehr umtauschen
Die vier Kapitel der Stilberatung
Der Ratgeber auf dieser Seite vertieft Kapitel 1. Die anderen drei startest du direkt hier, jedes dauert nur wenige Minuten.
Deine Figur
Deine Silhouette, deine Proportionen und was du gern zeigst: vertieft im Ratgeber auf dieser Seite.
Kapitel 1 startenDeine Farben
Dein Stil
Dein Alltag
Deine Woche, deine Wohlfühl-Passform, deine No-Gos.
Proportionen, nicht Größen

Die Silhouette entscheidet, nicht die Konfektionsgröße
Das Wichtigste zuerst: Der Figurtyp hat nichts mit Konfektionsgröße oder Gewicht zu tun. Er beschreibt das Verhältnis von Schulterbreite, Taille und Hüfte zueinander. Dieses Verhältnis wird maßgeblich vom Knochenbau bestimmt: von der Breite des Schultergürtels und der Form des Beckens. Deshalb gibt es jede Silhouette in Größe 34 und in Größe 48, und deshalb bleibt die Grundrichtung auch bei Gewichtsveränderungen meist erhalten.
Aus diesen Verhältnissen ergeben sich fünf Grundsilhouetten. Reihenuntersuchungen an tausenden vermessenen Frauen (die bekannteste stammt von der North Carolina State University) zeigen übrigens ein überraschendes Bild: Die gerade Linie des Rechtecks ist mit großem Abstand am häufigsten, fast jede zweite Frau gehört dazu. Die Sanduhr, an der sich die Konfektionsindustrie jahrzehntelang orientiert hat, ist deutlich seltener. Auch deshalb passt Kleidung »von der Stange« so oft nicht auf Anhieb.
In vielen Ratgebern tragen die Typen Obstnamen: Birne, Apfel und Co. Wir bleiben bewusst bei neutralen, geometrischen Begriffen. Sie beschreiben dasselbe, nur ohne einen Körper mit Obst zu vergleichen.
Woran du jeden Typ erkennst
Fünf Silhouetten genügen, um fast jede Figur einzuordnen. Lies die fünf Porträts, in einem erkennt man sich meist sofort wieder. Die Diagramme zeigen jeweils, wo die charakteristische Stelle des Typs liegt; jedes Porträt führt zu einem ausführlichen Styling-Guide mit Illustrationen, Do & Don’t und Looks aus unserer Kollektion.
Sanduhr auch X-Typ genannt
Die ausgewogene Linie: Schultern und Hüfte liegen annähernd gleichauf, dazwischen zieht sich die Taille deutlich ein. Die Übergänge sind weich, Brust und Hüfte gerundet. Die Balance ist von Natur aus da und muss nur sichtbar bleiben.
- 01Schulter- und Hüftmaß fast gleich
- 02Taille rund 20 bis 25 cm schmaler als beide
- 03Weiche Rundungen an Brust und Hüfte
Typisches Indiz: Kleider passen oben wie unten, nur an der Taille steht Stoff ab.
Zum Sanduhr-Guide →Dreieck oft Birnen-Figur genannt
Die Hüfte führt: Sie ist spürbar breiter als die Schulterlinie, als Faustregel ab etwa acht Zentimetern Unterschied im Umfang. Die Schultern fallen weich ab, die Taille ist meist schön definiert, und Gewichtsveränderungen zeigen sich zuerst an Hüfte und Oberschenkeln.
- 01Hüfte deutlich breiter als die Schultern
- 02Schmale, weich abfallende Schulterlinie
- 03Klar erkennbare Taille
Typisches Indiz: Oben kaufst du regelmäßig eine Größe kleiner als unten.
Zum Dreieck-Guide →Umgekehrtes Dreieck auch V-Typ genannt
Hier führt die Schulter: Die Silhouette wird von oben nach unten schmaler. Gerade, oft sportliche Schulterlinie, wenig Taille, schmale Hüfte und meist schlanke, lange Beine. Eine gängige Faustformel beschreibt das Verhältnis von Oberweite, Taille und Hüfte mit 4 : 3 : 2.
- 01Schultern spürbar breiter als die Hüfte
- 02Gerade Schulterlinie, wenig ausgeprägte Taille
- 03Schmale Hüfte, schlanke Beine
Typisches Indiz: Blazer spannen zuerst an den Schultern und sitzen an der Hüfte zu weit.
Zum V-Typ-Guide →Rechteck auch H-Typ genannt
Die gerade Linie, und zugleich der häufigste Figurtyp überhaupt: Schulter, Taille und Hüfte liegen nah beieinander, die Taille ist nur wenig schmaler als der Rest. Gewicht verteilt sich gleichmäßig, die Proportionen wirken sportlich-ausgewogen, Arme und Beine oft lang.
- 01Alle drei Maße nah beieinander
- 02Taille weniger als ca. 20 cm schmaler
- 03Gleichmäßige Gewichtsverteilung, eher flacher Po
Typisches Indiz: Taillierte Kleider werfen an deiner Mitte Falten, weil dort weniger Kurve ist, als der Schnitt erwartet.
Zum Rechteck-Guide →Rund oft Apfel-Figur genannt, auch O-Typ
Die Körpermitte ist die breiteste Zone: Die Taille ist so breit wie die Hüfte oder breiter, während alles, was weiter von der Mitte entfernt liegt, schmaler wird: Beine, Unterarme, Fesseln, Handgelenke. Die schmalste Stelle sitzt nicht auf Taillenhöhe, sondern direkt unter der Brust.
- 01Taille so breit wie die Hüfte oder breiter
- 02Schmalste Stelle direkt unter der Brust
- 03Schlanke Beine, zarte Handgelenke und Fesseln
Typisches Indiz: Bünde schneiden an der Mitte ein, während Beine und Arme schlank bleiben.
Zum Rund-Guide →Kein Typ ist ein Urteil. Jeder ist eine Abkürzung zum besseren Einkauf.
Drei Maße, ein klarer Weg

Mehr brauchst du nicht: ein Maßband und zwei Minuten
Wenn du es genau wissen willst, brauchst du nur ein Maßband, einen Spiegel und zwei Minuten. Gemessen wird möglichst in Unterwäsche und immer locker anliegend: Das Band liegt auf der Haut auf, ohne einzuschneiden, und du ziehst den Bauch nicht ein. Ehrliche Zahlen sind hier die nützlichsten.
Gemessen werden drei Umfänge, jeweils einmal rundherum: Die Oberweite misst du an der vollsten Stelle der Brust; sie vertritt im Rechenweg die Schulterpartie, denn beide erzählen dieselbe Geschichte vom Oberkörper. Die Taille ist die schmalste Stelle deines Rumpfs, meist ein Stück oberhalb des Bauchnabels und nicht dort, wo der Hosenbund sitzt. Die Hüfte misst du an der breitesten Stelle; sie liegt oft tiefer, als man denkt, etwa auf Höhe des Gesäßes. Die Schulterbreite von Knochenpunkt zu Knochenpunkt kannst du zusätzlich nehmen: fürs Auge im Spiegel und den Foto-Trick; für den Entscheidungsweg unten zählen die Umfänge.
Notier dir die Werte und geh anschließend den Entscheidungsweg unten einfach von oben nach unten durch: Die erste Regel, die zutrifft, ist dein Typ.
Der Foto-Trick für Zweifelsfälle
Wenn das Maßband kein klares Bild ergibt, hilft ein Foto: Stell dich aufrecht und entspannt frontal vor eine ruhige Wand, die Arme leicht vom Körper, und lass dich fotografieren. Der Selbstauslöser tut es auch. Zieh dann in Gedanken (oder mit einer Notiz-App) zwei senkrechte Linien an den äußeren Schulterkanten nach unten und zwei an den breitesten Hüftpunkten nach oben.
Jetzt siehst du auf einen Blick, was das Maßband in Zahlen sagt: Liegen die Linien übereinander, bist du bei Sanduhr oder Rechteck. Stehen die Hüftlinien außerhalb der Schulterlinien, führt die Hüfte: Dreieck. Stehen die Schulterlinien außen, führt die Schulter: umgekehrtes Dreieck. Und wölbt sich die Mitte über beide Linienpaare hinaus, bist du beim Rund-Typ.
Fünf Messfehler, die fast jeder macht
- Bauch eingezogen: Das Ergebnis wird schmeichelhafter, aber falsch. Und die nächste Online-Bestellung passt wieder nicht.
- Maßband schräg: Das Band muss waagerecht um den Körper laufen; hinten hängt es gern durch. Vor dem Spiegel kontrollieren.
- Hüfte zu hoch gemessen: Gemessen wird an der breitesten Stelle, und die liegt meist auf Höhe des Gesäßes, nicht am Hüftknochen.
- Taille beim Hosenbund gesucht: Die natürliche Taille sitzt höher, an der schmalsten Stelle oberhalb des Bauchnabels.
- Über dicker Kleidung gemessen: Ein Pullover macht aus jeder Silhouette ein Rechteck. In Unterwäsche oder eng Anliegendem messen.
Der Entscheidungsweg
- Ist deine Taille so breit wie die Hüfte oder breiter? → Du bist ein Rund-Typ.
- Ist dein Hüftumfang rund 8 cm oder mehr größer als deine Oberweite? → Du bist ein Dreieck.
- Ist deine Oberweite rund 8 cm oder mehr größer als dein Hüftumfang? → Du bist ein umgekehrtes Dreieck.
- Liegen Oberweite und Hüfte nah beieinander und ist die Taille 20 cm oder mehr schmaler? → Du bist eine Sanduhr.
- Liegen alle drei Maße nah beieinander? → Du bist ein Rechteck.
Die Zentimeter-Grenzen sind Faustregeln aus der Stilberatung, keine Naturgesetze. Bei Werten nahe der Grenze lies einfach beide Guides und nimm mit, was sich richtig anfühlt. Oder du überlässt die Einordnung der Stilberatung.
Alle fünf Silhouetten im Vergleich
| Typ | Schulter ↔ Hüfte | Taille | Schnellstes Indiz | |
|---|---|---|---|---|
| Sanduhr | gleichauf | deutlich schmaler (20 bis 25 cm) | Kleider passen, nur an der Taille steht Stoff ab | Guide → |
| Dreieck | Hüfte führt (ab ca. 8 cm) | klar erkennbar | oben eine Größe kleiner als unten | Guide → |
| Umgek. Dreieck | Schulter führt | wenig ausgeprägt | Blazer spannen zuerst an den Schultern | Guide → |
| Rechteck | gleichauf | kaum schmaler (< 20 cm) | taillierte Kleider werfen Falten an der Mitte | Guide → |
| Rund | gleichauf | so breit wie die Hüfte oder breiter | Bünde schneiden ein, Beine bleiben schlank | Guide → |
Wenn es nicht eindeutig ist
Die wenigsten Menschen entsprechen einem Typ zu hundert Prozent. Mischformen sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Eine Sanduhr mit führender Hüfte, ein Rechteck mit präsenter Schulter: völlig normal. Nimm den Typ mit der stärkeren Tendenz als Ausgangspunkt und bedien dich beim zweiten, wo es passt. Die Guides sind Werkzeugkästen, keine Schubladen.
Und wenn du nach dem Messen, dem Foto-Trick und der Stilberatung immer noch zwischen zwei Typen stehst, ist das kein Problem. Es heißt nur, dass dir die Empfehlungen beider Guides offenstehen. Du hast schlicht mehr Auswahl als andere.

Am Ende zählt, was du gern trägst
Ändert sich mein Typ mit dem Gewicht?
Die Grundrichtung meist nicht: Knochenbau und Proportionen bleiben. Gewicht kann einzelne Zonen betonen, aber ein Dreieck bleibt in aller Regel ein Dreieck. Nur die Kontraste verschieben sich. Im Zweifel: einmal neu messen.
Zwei Typen passen auf mich. Welcher gilt?
Der mit der stärkeren Tendenz. Vergleiche die Zahlen: Welcher Unterschied ist größer? Und wenn es wirklich knapp ist, kombinier die Empfehlungen beider Guides. Genau dafür sind sie geschrieben.
Warum heißen die Typen überall anders?
Birne, A-Typ oder Dreieck meinen dasselbe; jede Beratung benennt die fünf Silhouetten anders, was beim Vergleichen verwirrt. Wir bleiben bewusst bei neutralen, geometrischen Namen, die ohne Obstvergleich auskommen.
Muss ich mich an die Empfehlungen halten?
Nein. Die Guides zeigen, was deine natürliche Linie am leichtesten betont, wenn du das möchtest. Wer ihr weites Lieblingskleid liebt, trägt es. Was du daraus machst, entscheidest du.

»Ich habe diese Guides nicht geschrieben, damit du Regeln befolgst, sondern damit du schneller findest, was dir steht und gefällt. Wenn du unsicher bist, schreib mir. Ich berate dich ehrlich und von Herzen gern.«
Burcu · Gründerin & Einkauf, Burcu Pan
Die Stilberatung
Vier Kapitel bis zu deinem Stilpass.
Figur, Farben, Stil, Alltag: jedes Kapitel einzeln machbar, keines Pflicht. Am Ende steht dein persönlicher Stilpass mit allem, was die vier Kapitel über dich herausgefunden haben. Er bleibt in deinem Browser gespeichert und wartet auf dich.
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